Liebe Leserinnen und Leser von
 
     
  Halloween ist vorbei. Dunkel und nass ist der November heraufgezogen - die staade Zeit klopft an die Tür! Alles Quatsch: Leichenschändung, Horror-film, 80 Jahre Klaus Kinski und die blanke Angst vor dem Nikolaus regieren den Alltag in Deutschland zu dieser Zeit. SLUT! IV beschäftigt sich u.a. mit diesen Themen.

Doch genug des widerlichen Geschwätzes!

Vorhang auf für SLUT!


********** Vorsicht! **********

SLUT! erscheint monatlich. Immer am 15.


Herzliche Grüße,
Ihre Redaktion


P.S.: Bitte blättern Sie um.
 
     
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 Aktuelles: Fressen, Fressen, Fressen !!! 
 
     
   
     
 

Es klingt vielleicht verrückt, aber der Herbst hat schon wieder Macht über den Sommer ergriffen - er sitzt einfach am längeren Hebel, der Herbst. Das liegt natürlich auch daran, dass er erst nach dem Sommer kommt, sich also durchaus der Gnade der späten Geburt erfreuen kann. Lustig lässt er seine kolossal kolorierten Blätter rumwirbeln, munter pfeift sein Wind durch schütteres Haar, das Tageslicht wird laufend aktualisiert und verkürzt und die Marktfrauen bieten verstärkt Wurzelwerk und Salbe feil. Im gesamten Bundesgebiet merkt man, jetzt ist sie wieder da: die "stade" Zeit. Bald gibt es wieder nur Nüsse, Mandarinen, Lebkuchen und anderes Fresszeug, das einen zwar beim Verzehr kurzfristig erregt, aber langfristig Speckröllchen, Magenzerren, -stolpern, -rhytmusstörungen und im extremen Fall sogar (selten) krankhafte Fettsucht auslösen kann.

Besonders die Nikoläuse mit ihrem falschen Grinsen, das merkt doch ein BLINDER, dass die Hersteller dieser Schokoladen-Verführer nur den Konsumenten zum Erwerb von Gütern bewegen wollen und letztlich in die eigene Tasche wirtschaften. Die gesamte Lebensmittelindustrie ist doch nur ein Haufen seelenloser Gesellen, die an nichts denken als ihren eigenen Arsch und schlafen, aufstehen, Stuhlgang, Kröten scheffeln! Pfui Teufel! Lieber mal an den Kamin setzen und sich gepflegt einen ansaufen. Sie sehen, man kann die "stade" Zeit auch anders verbringen. Stets zu Diensten.

 
     
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 Ideenmanager: Jens Pirmasens (82) 
 
  Gute Ideen, die gewinnen  
     
 

Der neue Ideenmanager Jens Pirmasens - seit dem 9. November 2006 für "Idee - aber fix, hombre!!!" zuständig - startet seine Zeit bei dem Magazin SLUT! mit der Aktion "Gute Ideen an ungewöhnlichen Orten". Dabei sollen Leser und Leserinnen Verbesserungs- und Themenvorschläge einreichen. Gleichzeitig winken unglaubliche, attraktive Preise.

Bereits Archimedes entdeckte das nach ihm benannte "Archimedische Prinzip" in der Badewanne. Bis jetzt weiß niemand, was der Unfug sollte. Aber: Vor Freude glücklich über seine Entdeckung, lief er mit dem Ausruf: "Heureka! - Ich hab ihn gefunden!" nackt auf die Straße und furzte wie ein Wilder.

Jens Pirmasens möchte mit diesem Beispiel ganz klar und deutlich herausstellen, dass gute Ideen nicht nur am Schreibtisch gefunden werden. Der berühmte Geistesblitz schlägt beim Adressaten oft an sehr ungewöhnlichen Plätzen und zu seltsamen Anlässen ein. Laut Pirmasens kommen einem beim Nasebohren, Popelfressen und Arschkratzen ja die besten Ideen.

"Ich hoffe, dass sich die Leser und Leserinnen von SLUT! darauf einlassen und sich jeder angesprochen fühlt. Denn für mich ist jede Idee sehr wichtig!", sagt Pirmasens.
Der gebürtige Sachse Jens Pirmasens sieht seine Position bei SLUT! als Schnittstelle zwischen der doch etwas abgehobenen und intellektuell beispiellosen SLUT!-Redaktion und der eher primitiven Leserschaft. Mit seiner geistigen Behinderung ist Pirmasens jederzeit in der Lage, zu vermitteln und transformatorisch tätig zu werden. Die Leserin braucht sich nicht mehr alleingelassen zu fühlen.

Wir wünschen viel Erfolg beim Einsenden Ihrer Verbesserungs- und Themenvorschläge und beim anschließenden Gewinnspiel. Die ersten beiden Einsendungen gewinnen einen schönen Preis.

 
     
  Die Redaktion SLUT!  
     
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 Der kleine Roman (4): No Problem Hotel 
 
 

Eloske verharrte. Immer wieder schoss ihm der Name Hans Berglund in den Kopf. Dieser Hasse war, soweit Eloske sich erinnerte, ein brandgefährlicher Bursche und hatte einiges auf dem Kerbholz - irgendeine verquaste Geschichte mit Griechenland, Schweden und der DDR, doch Kommissar Eloske fielen keine Details ein; sein Gehirn war zu zermürbt. Er ging zum Kiosk und bestellte sich einen Magenbitter. Was hätte er für ein Schlückchen ELOSKE Pflümli, Milder Abgang aus der väterlichen Brennerei gegeben! Nun denn, dann halt einen Underberg. Er trank mit kleinen Schlucken, ließ dabei aber Lentas und Berglund nicht aus den Augen. Was hatten die beiden denn da zu bequatschen? Hatten sie im Zug keine Zeit gefunden? Der Hauptbahnhof war bestechend unangenehm. Eine in die Jahre gekommene Dame, äußerlich nordeuropäischer Herkunft, übte sich in verschwörerischen Gesten, als wolle sie ihren Ehemann aus vergangener Zeit als aussteigenden Zuggast herbeizaubern. Eloske sah sich weiter um. Eitle Bahnwachen stolzierten selbstgefällig zwischen den Wartenden und Verirrten herum. Arme Tröpfe suchten gesteigertes Leben im pulsierenden Bahnhofsgeschehen. Gratisproben wurden von dynamischen Teams unters Volk gebracht. Eloske bestellte noch einen Magenbitter. Er tat ihm gut.
Hasse befand sich im Aufbruch, zumindest fuchtelte er mit seinen großen Händen vor Lentas, als würde er ihm von der Dringlichkeit seines Aufbruchs berichten. Und tatsächlich trennten sich die beiden endlich unter unkontrolliert auftretenden Lachanfällen Hasses.
Als er weg war, blickte Lentas suchend in die Menge hirnlosen Bahnhofsvolks. Eloske eilte auf ihn zu und begrüßte ihn mit einem skeptischen: "Yiassou Lentas!". Lentas konterte mit einem mürrischen: "Yass, Kommissar." Das Eis war gebrochen. Lentas wirkte beinahe euphorisch, was den Ermittler irritierte, da der Praktikant in Fachkreisen als lethargisch und stinkfaul galt.
Schlagartig und komplett unerwartet entfachte in Eloske eine unglaubliche Erregtheit. Er wollte jetzt Frauen spüren, sie riechen, sein Geschlechts-teil entblößen. Doch diese Gedanken verbannte er augenblicklich ins Reich der schizophrenen Ermittlerphantasie.
Lentas sagte: "Lets go to a Bar, I´m hungrey. I pei forr you. Ei keff Kreditkart!"
Eloske sagte: "Red Deutsch!"

 

Lentas: "En taxi, Verzeihung. Kurz falsch gedacht."
Eloske: "No Problem, Lentas."
Lentas: "Elá. Den echi. Pende, Pende, deka."

Zur Auflockerung der Situation schlug Eloske vor, in die Porno-Bar SEXYLAND zu gehen. Lentas war sofort begeistert.
Also begaben sie sich samt Lentas´ Gepäck (bestehend aus einer Tasche aus Jeansstoff und einer mit erschlafften Nahrungsmitteln vollgestopften weißen Plastiktüte) in eine Welt nackten Damenfleischs ohne weiteren Tiefgang. Eloske selbst verschwand alle zehn Minuten auf der Toilette und sagte nach jeder Rückkunft: "Wenn er nicht will, dann will er nicht." Danach tranken sie so einiges, bis schließlich Lentas gegen zwei Uhr morgens den Schlussstrich zog, indem er sagte: "Ich bin kaputt und brauche Shauer. Ein Zimmer wäre jetzt en taxi. Ist Hotel weit, oder brauchen wir en Taxi?"
"Ich bringe Dich in ein gutes Hotel gleich hier in der Bahnhofsgegend. Es nennt sich das No-Problem-Hotel."
Das No-Problem-Hotel war ein ehemaliger Wohnstift für Werkarbeiter aus der Weimarer Republik. In den Siebziger Jahren hatten sich dort Hippies eingenistet, die Anfang der Achtziger Lunte rochen und die Zimmer - von der Landeshauptstadt München finanziert - zu Hotelräumen umbauen ließen. Das besondere war, dass man von raren Schallplatten über Nutten bis zu Rauschmitteln jeglicher Art dort alles bekam. Daher hatte es seinen Namen.
Eloske führte Lentas an die Rezeption. Hinter der Theke schlief ein alter Mann mit grauem Pferdeschwanz. Lentas rief: "Parakallo Malakka!". Der Portier erwachte. Nachdem sich Lentas geduscht und der Kommissar einige Drinks an der Hotelbar genehmigt hatte, bemerkten beide ein vermutlich schon länger da gewesenes Hungergefühl.
Eloske verband das Angenehme mit dem Nützlichen. Er wollte ohnehin im Fall Gitti weiterermitteln, war aber wie so oft noch nicht allzu weit gekommen. "Lass uns in der Wiener Rutsch´n etwas essen.", schlug er vor.
"Ne. Warum nicht. Tax.", stimmte Lentas ein.
Die Wiener Rutsch´n war ein für Touristen ausgelegtes Nachtlokal mit etwa 150 Sitzplätzen und gescheiterten Mittelklassemusikanten, die mittels Orgel und Mikrophon abgeschmackte Evergreens zum besten gaben.

 
     
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 Der kleine Roman (4): No Problem Hotel 
 
 
Eloske selbst verschwand alle zehn Minuten auf der Toilette und sagte nach jeder Rückkunft: "Wenn er nicht will, dann will er nicht."

Die beiden nahmen in einer Nische Platz. Der gewiss unter Amphetamineinfluß stehende Ober kam, sie bestellten zwei Halbe und zweimal Schaschlik. Eloske gab dem Ober ein Zeichen. Der beugte sich runter. "Kennen Sie eine Brigitte Rössler?", fragte der Kommissar. "D Gitti? Freile, da düben hockts!"
An der Bar saß eine dralle Frau und scherzte mit einem Geldspielauto-matsüchtigen.
Eloske sagte zu Lentas: "Warte hier, ich bin gleich wieder da." und ging rüber zu Gitti. "Haben Sie mal Feuer?", eröffnete er das Gespräch. "Gerne, Darling.", sagte Gitti und knipste ihm Feuer zu.

 

"Darf ich Dir einen Schnaps ausgeben?", pirschte sich der Kommissar listig heran. "Gerne. Dankschön." Sie tranken einen Willi mit Mini-Birne. Dann sagte der Kommissar: "Du gefällst mir. Ich würde mich gerne ein anderes Mal länger mit Dir unterhalten. Ich hab nämlich zur Zeit Besuch."
"Würd mich freun!", sagte Gitti.
Der Ermittler schlenderte launig zu seinem Platz zurück und wusste sämtlichen neugierigen Lentas-Fragereien elegant zu trotzen. Sie aßen und es schmeckte ihnen. Dann bestellten sie noch zwei Weißbier und zahlten. Eloske begleitete Lentas zum No-Problem-Hotel. Er wartete, bis dieser die Treppe rauf gegangen war und holte dann sein um die Ecke geparktes Auto. An einer günstigen Stelle parkte er und blickte auf das Hotel. Es ließ ihm keine Ruhe. Was hatte Lentas mit diesem Hasse zu schaffen? Irgendwas war da faul. Also blieb ihm nichts, als die Sache zu beobachten. Er musste nicht lange warten. Bereits drei Zigaretten später ging das Ganglicht des Hotels an und Lentas kam herunter. Eloske konnte ihn auf halber Treppenhöhe sehen. Er war gerade dabei, einen Revolver zu verstauen. Ein Taxi fuhr vor. Lentas stieg ein. Eloske fuhr hinterher. Seine Vorahnung war wie immer richtig gewesen. Müde zündete er sich eine weitere Zigarette an. Der Abend würde bestimmt noch lange dauern ...

Wenn Sie wissen wollen, wie alles anfing, lesen Sie bitte in
"Der kleine Roman" (gebundene Ausgabe) unter folgendem Link nach:
www.slut-magazin.de/Analverkehr

(Wie es weitergeht, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe von SLUT!)

 
     
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 Wussten Sie schon, dass... 
 
     
  ... Klaus Kinski eigentlich gar nicht Klaus Kinski hieß?

Er ist am 18. Oktober 1926 als Nikolaus Günter Karl Nakszynski in Zoppot (Danzig) auf die Welt gekommen.
 
     
  Und wussten Sie auch, dass...

 
  ... Nikolaus Nakszynski nicht identisch mit dem Nikolaus ist, der am 6. Dezember mit seinem dicken Sack immer die Kinder besucht?

Das ist - Gott sei Dank - eine andere Person!
 
     
  Und wussten Sie ebenso, dass...

 
  ... die in der Geschichte der Rezitation wohl einmaligste Identifikation eines Sprechers mit dem Vortrag nur eines einzelnen Textes mit Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund auf Kinski spricht Villon stattfand.  
     
 



 
In Kalk, noch ungelöscht, in Eisenbrei,
in Salz, Salpeter, Phosphorgluten,
in dem Urin von rossigen Eselsstuten,
in Schlangengift und in Altweiberspei,
in Hundeschiß und Wasser aus den Badewannen,
in Wolfsmilch, Ochsengalle und Latrinenflut:
In diesem Saft soll man die Lästerzungen schmoren.

In eines Katers Hirn, der nicht mehr fischt,
im Geifer, der aus den Gebissen
der tollen Hunde träuft, mit Affenpiß vermischt,
in Stacheln, einem Igel ausgerissen,
im Regenfaß, drin schon die Würmer schwimmen,
krepierte Ratten und der grüne Schleim
von Pilzen, die des Nachts wie Feuer glimmen,
in Pferderotz und auch in heißem Leim:
In diesem Saft soll man die Lästerzungen schmoren.

In dem Gefäß, drin alles reingerät,
was so ein Medikus herausholt aus dem schwieren
Gedärm an Eiter und verpestetem Sekret,
in Salben, die sie in den Schlitz sich schmieren,
die Hurenmenscher, um sich kalt zu halten,
in all dem Schmodder, der zurückbleibt
in den Spitzen und den Spalten
(wer hätte nicht durch solchen Schiet hindurchgemußt!):
In diesem Saft soll man die Lästerzungen schmoren.

Meine Herren, packt all die saubren Sachen
(gehen sie in den verfaulten Kürbis nicht hinein)
in eure Hosen, um den Bottich voll zu machen,
gebt auch den Arschgeruch von einem Schwein hinein,
und hat's vier Wochen lang gegoren:
In diesem Saft solln eure Lästerzungen schmoren.

 
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 Nachgefragt bei... ...Szeßht, Fizz & Flohe ! 
 
  SLUT-Leserin Heidi G.: Ist es bedenklich, dass ich sofort in die Küche gegangen bin und dann mit einem scharfen Messer Fleisch geschnitten habe, nachdem ich den Horrorstreifen "Hostel" angeschaut hatte? Mein Mann fand das abartig und hatte Angst. Bin ich krank?

SLUT: Liebe Heidi! Schlimmer wäre es gewesen, wenn Du aufgrund des Filmes "scharf wie eine Rasierklinge" geworden wärst und an sensiblen Körperteilen Deines Mannes "Experimente" unternommen hättest. Obwohl man nicht nur als Frau bei dem Streifen schon auf ganz spezielle Gedanken und ins Schwitzen kommen kann ... .
 
     
  ***********  
     
  SLUT-Leser Wolfgang Sch.: Es ist mir total peinlich darüber zu reden. Aber ich bekomme langsam graue Haare und denke darüber nach, zu tönen oder zu färben. Es soll aber unauffällig bleiben. Ich möchte vor meinen Freunden nicht als Schwuli dastehen. Was soll ich machen?

SLUT: Lieber Wolfi! Tönen oder färben - das bleibt sich doch alles gleich. Schon unser Ex-Kanzler wollte nicht zugeben, dass seine Matte gefärbt war. Doch: Schwuli bleibt Schwuli. Ob Färben oder tönen. Außerdem: Wer einen bunten Fisch am Oberarm tätowiert hat, braucht sich über gefärbte Haare keine Gedanken mehr zu machen ... .
 
     
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  SLUT-Leser Marlon B.: Ich wende mich nach einiger Überwindung das erste Mal an Sie. Ich habe ein kleines Problem mit einem Freund und möchte Slut! bitten, nach ihm zu suchen. Er heißt ... .

SLUT: O.K. Olli. Wir wissen, er heißt "Kühlbox". Unbestätigten Gerüchten zufolge wird er seit einigen Jahren "Six feet under" im Garten Deiner Eltern vermutet. Die Polizei wurde von SLUT soeben informiert.
     
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  SLUT-Leser Jürgen W.: Ich nehme Bezug auf Einträge in vorherigen SLUT-Magazinen. Dort wurde beschrieben, dass andere Betroffenen ebenfalls Schwierigkeiten haben, wenn sie in eine fremde Umgebung kommen oder weil ihnen das gewohnte Umfeld genommen wurde. Ich befinde mich seit ca. 24 Jahren auf der Suche nach der "heilen Welt". Wo kann ich sie finden? Hilfe!

SLUT: Lieber Jürgen! Das gibt`s doch gar nicht! Jetzt versteht SLUT auch Deine seltsamen Verhaltensmuster der letzten Jahre (u.a. Strähnchen). Wir dachten immer, Du seiest auf der Suche nach der "geilen Welt". Da haben wir uns womöglich all die Jahre gründlich verhört. Was ein Buchstabe so alles ausmacht ... !!!
 
     
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 Kind&Kegel: Wer will schon den Nikolaus? 
 
 

Jedes Jahr stellen sich viele, viele Kinder die Frage: "Warum fangen die Erwachsenen immer mit diesem Nikolaus- und Christkind-Scheiß an?"

Schon ein fast dreijähriger Kindergartenzwerg weiß von dieser schamlosen Lüge. Wochen vorher wird gedroht und erpresst. So nach dem Motto: "Wenn Du weiter so frech bist, dann bringt der Nikolaus keine Geschenke! ...".
Da verkleiden sich der Pfarrer, der liebe Nachbar, der Onkel, der Opa oder gar der Papa selbst - die Idioten. Lesen Leviten, loben, lassen sich Vorsingen und Gedichte vortragen. Die Omas und Mamas sitzen mit von Glühwein geröteten Bäckchen daneben knabbern Selbstgebackenes und kriegen feuchte Augen. Und der ganze Schmarrn ein paar Wochen später nochmal mit dem Christkind.

Wer natürlich die Kohle, Geschenke und Süßigkeiten einsacken will, spielt bei dieser Weihnachtsmär mit. Dafür liegt vielleicht die neue Playstation unterm Weihnachtsbaum. Das könnte sich lohnen.

Von der SLUT-Redaktion gibt es bei soviel Engagement das neue "Resident Evil Teil 5" oben drauf.

 
     
  Ihre Projektgruppe "Kind&Kegel"  
     
 
 Cartoon: Der eingebildete Trinker 
 
   
     
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 Reisetipp:
 Trinidad und Tobago - Das geteilte Paradies 
 
     
       
     
 

Tobago können sie schon mal vergessen, das ist nur was für "Touris". Und SLUT-Leser sind sicherlich so einiges, aber gewiss keine "Touris". Also gehen wir gleich nach Trinidad. Die Hauptstadt beider Ortschaften (sowohl Trinidad als auch Tobago) heißt "Port of Spain", frei übersetzt Tor von Spanien. Dort dröhnt es. Die Stadt wird durch den Golf von Paria auf einer Seite und der Nordstrecke auf der anderen eingefasst und versieht seine 51.000 Einwohner mit Gebirgs- und Seeansichten. Dies sagt zumindest das "Google"-Übersetzungsprogramm. Alle paar Jahre treffen sich sämtliche Musikanten der West-Indies und kloppen mit Holzstücken in die Bäuche großer Töpfe mit Dellen drin. Dazu gibt es Unmengen Bier namens CARIB und überall sieht man Werbebanner mit halbnackten Südseeschönheiten, auf denen steht "A beer is a CARIB". Diese Veranstaltung nennt sich "Carifesta" und der Bürgermeister von Port of Spain singt täglich zum Auftakt dieses Festivals das beliebte Lied "In Trinidad ann Tobego wi hev evry deh Carifesta". Zu der Musik der Ureinwohner tanzen die Eingeborenen einen seltsamen

 

Tanz: die Frau kehrt dem Mann den Rücken zu und dieser tanzt von hinten zwischen ihren Pobacken rum. Bekommt er dabei einen "massif" (Ständer), gilt die Frau bei den anderen als attraktiv und heiratsfähig.
Diesen Tanz nennen die Einheimischen "sharping" (wetzen).
Das Essen ist einfach, pikant und schmackhaft und man liegt traditionell in Hängematten und schlürft starke Drinks. Manchmal ist in Trinidad auch Karneval, global gesehen ist dieses Ereignis aber eher unwichtig. Ganz und gar nicht unwichtig hingegen ist der Karneval auf der Kykladeninsel IOS, der weitgehend ganzjährig statt-findet. Auch in Ios gibt es Bier, auch dort gibt es kulinarische Köstlichkeiten, Hängematten und Einheimische. Gegen Abend geht dort derart die Post ab, dass wirklich alles zu spät ist. Am Ende des Tages sorgt ein kleiner Cocktail am Square für die nötige Entspannung und lässt die Illusion vom Paradies Wirklichkeit werden ... .

 
     
  Tipps der Redaktion:

Beste Reisezeit für Trinidad: 09. März (Geburtstag von Ronald Reagan)
Durchschnittstemperatur: 37°C
Kost: Rotis gefüllt mit irgendwelchem Zeugs, dazu weisser Rum (Ron)
Musik: Steelbands, Musik von Farbigen

In der nächsten Ausgabe von SLUT!: Yucatan - Tortilla, Tequila, TamTam
 
     
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Hera L.: "Investieren auch Sie in Ostimmobilien! Es lohnt sich!!!"

 
     
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 Der aktuelle Rechtstipp 
 
 

Reiseveranstalterhaftung für Affenbiss in Kenia

BGB §§ 651f , 278

Ein Reiseveranstalter haftet nicht für die Folgen des Bisses eines Affen, der in ein Hotelgelände in Kenia eingedrungen ist und dort einen Gast gebissen hat. (Leitsatz der Redaktion)

AG Winsen, Urteil vom 08.12.1999 - 1121 C 24265/95

Zum Sachverhalt: Die Kl. nimmt die Reiseveranstalterin auf Schadensersatz in Höhe von 1000 € mit der Behauptung in Anspruch, sie sei auf dem Gelände des von der Bekl. vermittelten Hotels von einem dort eingedrungenen Affen gebissen worden. Die Klage hatte keinen Erfolg.

Aus den Gründen: Ein Verschulden des Leistungsträgers der Bekl. (Leitung des gebuchten Hotels), für das die Bekl. gem. § 278 BGB einzustehen hätte, daran, dass die Kl. von einem Affen gebissen wurde, ist nicht ersichtlich. Freilaufende Affen sind in Kenia landestypisch und es ist auch typisch für diese Tiere, dass sie, weil sie von Touristen immer wieder gefüttert werden, auf der Suche nach Fressbarem auch in Hotelanlagen eindringen. Wenn die Kl. zur Abhaltung dieser Tiere die Anbringung von Zäunen verlangt, übersieht sie, dass diese für Affen, die bekanntlich sehr gewandt im Klettern sind, kein Hindernis darstellen. In Kenia von einem Affen gebissen zu werden, stellt demnach ebenso ein allgemeines Lebensrisiko dar, wie ein Biss durch einen freilaufenden Hund in Deutschland ... .

Der Expertentipp: Vom Affen gebissen zu werden, ist keine Sache, die typisch für Kenia oder den schwarzen Kontinent ist. Insoweit liegt die Vermutung nahe, dass die Mitglieder des Gerichts wohl "vom wilden Affen gebissen" worden sind. Affen gibt es überall. Auch in Deutschland. Sogar in München. Schauen Sie doch mal bei einem 60`er Spiel in der Allianzarena vorbei! Oder in einer italienischen Eisdiele! Sie werden sich wundern ... .

Die Expertenkritik: "So mancher Richter klammert sich auch in dem Affenfall an den einzelnen Paragraphen und vergisst darüber die Gerechtigkeit. Recht haben und Recht kriegen, das sind ja bekanntlich zwei Paar Stiefel ... !



Prügelstrafe auf der Insel Man

MRK Art. 3, 14, 63

Leitsatz: Leitsatz: Die auf der Insel Man gesetzlich zugelassene Prügelstrafe gegenüber männlichen Jugendlichen und Heranwachsenden als Kriminalstrafe ist zwar keine Folter oder sonstige unmenschliche Behandlung, jedoch als eine "erniedrigende Behandlung oder Strafe" i.S. des Art. 3 MRK einzustufen.

EKMR, Bericht vom 14. 12. 1976 - Beschw. Nr. 5856/72

Zum Sachverhalt: ... . Zur Tatzeit war der Beschwerdeführer 15 Jahre alt und hatte zusammen mit drei Mitschülern einen Präfekten (Schüler aus höheren Klassen mit gewissen Disziplinarbefugnissen) seiner Schule überfallen und verletzt, angeblich, weil dieser der Schulleitung weiter gemeldet hatte, dass die vier Schüler unerlaubt Bier und Schnaps auf das Schulgelände gebracht hatten. Zur Strafe hätten die Schüler dann Stockschläge in der Schule erhalten. (...) ... und die Prügelstrafe wurde in einer Polizeidienststelle von einem Polizeibeamten nach vorheriger Untersuchung durch eine Ärztin vollzogen. Die Prügelstrafe wurde wie folgt durchgeführt: Nach der ärztlichen Untersuchung wurden der Bf. und dessen Vater in einen Raum geführt, in dem sich drei Polizeibeamte befanden. Dem Bf. wurde sodann befohlen, sein Hinterteil zu entblößen und sich über einen Tisch zu legen. Während zwei Beamte ihn festhielten, führte der dritte die Strafe aus. Beim ersten Rutenschlag brachen Stücke der Rute ab. Durch die Hiebe erlitt der Bf. Hautschwellungen - nicht jedoch Platzwunden - und verspürte noch ca. eineinhalb Wochen Schmerzen ... .

Der Expertentipp: Das Urteil der Europäischen Menschenrechtskommission ist Quatsch. Es geht völlig an der eigentlichen Problematik vorbei. Mit 200 Stockschlägen auf den nackten Arsch hätte vielmehr das Denuntiantenschwein, das den Jungs die Getränke nicht gegönnt hatte, bestraft gehört. Aber die Jungs haben ja zuvor selbst für Gerechtigkeit gesorgt. Das ist unbedingt zu begrüßen. Bravo!

Die Expertenkritik: "So mancher Richter klammert sich auch in dem o.g. Fall an den einzelnen Paragraphen und vergisst darüber die Gerechtigkeit. Absurd!"

 
     
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 Die Literatur-Ecke 
 
 



Diesmal: Vom Stift zum Handelsherrn

Ein deutsches Kaufmannsbuch

Fr. Wilhelm Stern hat dieses Werk um 1900 verfasst und herausgebracht. Da kaufmännische Berufe damals von Frauen nicht bekleidet wurden, bekamen es nur junge Männer ausgehändigt, zumeist als Geschenk von ihrem jeweiligen Meister. Viele dieser schneidigen Burschen wurden später erfolgreiche Großindustrielle und beuteten u. a. die Arbeiterklasse aus. Hätten sie sich ohne die Lektüre des Buches anders verhalten? Könnten manche Arbeiter noch leben? Könnten die Söhne und Töchter dieser mutigen Proletarier ein sorgloses Leben führen und nicht sämtliche Mülltonnen nach Pfandflaschen durchwühlen? Hätte der Euro verhindert werden können? Ist das Buch gefährlicher als "Mein Kampf"?
SLUT sagt nein. Das Buch ist sehr gut. Es stehen sehr hilfreiche Dinge darin. Ein Beispiel:



Ein lehrreiches und kluges Buch. Ein Buch ohne Allüren. Ein Buch für "Boys". Kaufen Sie die Antiquariate leer, verschenken Sie es wahllos an halbwüchsige Passanten und hoffen mit SLUT, zumindest noch ein klein wenig alte Werte an die Jugend zu vermitteln. Kürzlich war auf dem Berliner Ku´damm eine Gruppe ausgelassener Albaner anzutreffen, die gutgelaunt abwechselnd heitere Passagen aus "Vom Stift zum Handelsherrn" vorgelesen haben. Unglaublich? Ja, aber so steht es geschrieben ...

 
     
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 Gesellschaftskritik
 
  Was ist bloß mit dem Deutschen los? 

Diese Frage wurde anlässlich der letzten Redaktionssitzung von einzelnen Mitgliedern von SLUT! heftig diskutiert. Hintergrund war die etwas provokante Frage, warum immer weniger Deutsche etwas Vernünftiges lesen oder für sich spätestens mit der Erlangung eines festen Partners beschlossen haben, sich am intelligenten Leben überhaupt nicht mehr zu beteiligen.

"Die meisten sind ja schon restlos überfordert, wenn Sie die wöchentliche Fernsehzeitung lesen!" Das klingt gemein. Ist aber wohl nicht von der Hand zu weisen.

Mal ehrlich: Wer liest denn heute noch "Süddeutsche", "FAZ" und "Die Welt"? Kein Schwein.
Selbst die sogenannten "Intellektuellen", oder diejenigen, die sich fälschlicherweise dafür halten, lesen maximal den "Sport" oder fangen von hinten mit "Panorama" an. Spätestens nach drei lausigen Seiten ist Schluss.

Makaay? Scheiß Bayern. 60 ist besser! Olé, olé, oléeeee! Wieder einige wenige Gehirnzellen verbraten. Nur nicht anstrengen! Erst mal gemütlich einen ziehen lassen. Auf der gemusterten Couch mit Jogginghose. Hot Dog mit Ketchup? Nein, doch lieber mit Majo. Aaaah, Spezi, Spezi ist Spitze. Super! Trink das Original. Hahaha. Lalalalalalaaaa.
Jetzt bitte maximal Boulevardpresse. Toll, die "TZ" und die "BZ" sind ja auch nicht so dick, und so schön bunt. Hahahaha, ein lustiger Comic - dieser Snoopy! Das ist schon eine lustige Nummer. Und dieser neue Familiencomic. Wie heißt der noch mal? Ach ja, Baby Blues. Hahaha, lustig. Stimmt auch.
Die Buchstaben bei so einem Blatt sind ja doch auch größer. Das ist einfacher. Hier Horoskop: Aaaah, ja: "Eine gemütliches Wochenende winkt. Achten Sie auf Ihre Gesundheit. Etwas Überraschendes bahnt sich an!" Interessant. Das Horoskop hat recht. Mal schnell auf die Schüssel. Hoho, gestern Abend vor Wetten, dass... zuviel Hamburger mit Ei - das wirkt sich aus. Dazu noch Chips mit Speck. Da wird die Alte aber staunen, wenn sie als nächstes das Bad betritt. Hahaha, Nasenkrebs nix dagegen. Soooooo, ahhhhh. Spitze! Spülung? Ach neee, kein Bock! Schnell auf die Couch!
Jetzt noch das Wetter? Mal mehr mal weniger Wolken? Aaaaah ja, verstehe.

Fernbedienung. Sport? Neee, zu anstrengend. Kennt sich ja eh keiner mehr aus.
BBC-Tierwelt? Bist Du wahnsinnig. Zu anstrengend. ARTE: Das Wirken von Tiedkenhaus in der ehemaligen DDR? Absurd. Wer bin ich denn. Aaaaah ja. Jetzt kommen wir der Sache schon näher: Godzilla gegen Killerameise James. Das ist lustig. Bumm, zack. Hahaha, das hat er jetzt davon! Geschieht ihm völlig recht. Dieser Sau.

Dazu dudelt im Hintergrund leise Bayern 1: Heute im Stadion - Sportreporter berichten.

Unser Bericht endet hier. Warum oben benannte Zustände so sind, kann nicht gesagt werden. Nur: Es wird immer schlimmer. SLUT! prognostiziert den Untergang des Abendlandes.
Diese Beschreibung gilt für den Geisteszustand des durchschnittlichen deutschen männlichen Wesens.

Frauen sind in der nächsten Ausgabe von SLUT! dran. Dann geht es um fette Bäuche und speckige Schenkel, Kinderstillen, keine Hobbies, Humorlosigkeit, Frigidität, Männerversklavung, mangelnde Persönlichkeit und um Spielverderberei jeglicher Couleur!!

Aber Frauen lesen SLUT! ja sowieso nicht. Lieber Frau im Spiegel mit den neuesten Frisuren. Bravo.

 
     
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 Geheimnisvolle Rezepte 
 
 

Heute: Schreinerfinger


Zutaten:

Frankfurter oder Wiener Würstchen

ganze Mandeln

Ketchup

 

Zubereitung:

Brecht die Würstchen in der Mitte auseinander. Schneidet von der runden Seite der Wurst ein mandelgroßes Stückchen heraus, sodass die Hälfte vom runden Ende noch stehenbleibt.

Nun macht eine Kerbe längs an dem abgeschnittenen Ende und steckt eine Mandel als Fingernagel hinein.
Dekoriert das abgebrochene Ende noch mit Ketchup. Ein bischen Blut muß schon sein!

Fertig ist der Schreinerfinger.
 
     
 
 Der Witz des Monats 
 
  Kommt ein Hund in die Agentur für Arbeit und sagt: "Entschuldigen Sie, ich hätte gern einen Job." Der Vermittler denkt sich: "Sappralott, ein sprechender Hund! Den verkauf` ich doch!" Er sagt zu dem Hund: "Kommen Sie doch in einer Stunde wieder, dann hab ich einen Job für Sie." Der Hund bedankt sich und geht. Der Vermittler ruft sofort beim Zirkus Roncalli an: "Ich habe einen sprechenden Hund, den ich Ihnen für 1 Million Euro verkaufen kann!" Der Zirkus willigt sofort ein. Nach einer Stunde ist der Hund zurück. Der Vermittler sagt freudestrahlend: "Ich habe wie versprochen einen Job für Sie! Im Circus Roncalli! Sie können sofort anfangen!" Der Hund entsetzt: "Sind Sie denn total wahnsinnig? Ich bin Schreiner!"  
     
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 Die Filmkritik / Der Filmtipp 
 
 



Heute: "Hostel" von Quentin Tarantino / Eli Roth

Bei dem Film "Hostel", in elitären Kreisen auch "Horstel" genannt, handelt es sich um einen US-amerikanischen Horrorfilm aus dem Jahre 2005. Verantwortlich für dieses wunderbare Machwerk zeichnen Eli Roth und der Produzent Quentin Tarantino. Tarantino selbst ist es, der potentielle Konsumenten des Streifens vor dessen "Entsetzlichkeit" warnte und von spontanen Kotz- und Ohnmachtsanfällen seines Publikums zu berichten wusste.
Das ist natürlich hoffnungslos übertrieben! Natürlich wartet der Film mit einigen in ihrer Klarheit überraschenden Darstellungen auf - aber deswegen mit Kreislaufversagen oder Übelkeit zu reagieren, ist doch zu viel des Guten! Der Streifen deutet allerdings in vielen Szenen dezent und durchaus vorbildlich an, wozu die menschliche Seele fähig ist.

Kurz zum Inhalt: Drei Rucksacktouristen, Paxton, Josh (beide USA) und Olli (Island) reisen durch Europa und wollen selbstverständlich vögeln, was das Zeug hält. Einen Geheimtipp erhalten Sie von einem Slowaken in Amsterdam: Eine Jugendherberge in Bratislava. Der Slowake hat nicht übertrieben: unmittelbar nach ihrer Ankunft werden sie von drei heißen Ostblock-Tussis ordentlich hergekneftert. Als die liebestollen Burschen allerdings merken, worauf sie sich eingelassen haben, ist es für zwei von ihnen bereits zu spät. Josh und Olli finden sich jedenfalls in einem alten Fabrikgelände wieder, in dem reiche, degenerierte, perverse "Hobbychirurgen" gegen Bares Touristen foltern und ermorden können. Paxton landet schließlich auch dort, kann sich aber durch Zufall, Geschick und Engagement aus der Hölle befreien ...

"Hostel" ist auch unter kritischer filmtechnischer Betrachtungsweise ein solider und gut gemachter Horrorstreifen. Insbesondere die Effekte bestechen durch ihre Realitätsnähe. Nichts wirkt inszeniert. Die Arbeit der Maskenbildner ist grandios und bleibt doch äußerst unauffällig. Der Zuschauer hat bisweilen den Eindruck, er selbst müsse/dürfe die Qualen der Protagonisten erleiden.
Schade ist, dass über die zum Teil überdeutliche Darstellung der "Anwendungen" die psychische Komponente etwas im Hintertreffen bleibt. Hier hätte man durchaus mehr seelische Grausamkeit erwarten und umsetzen können. Hier wurde die Chance vertan, dem Zuschauer den Rest zu geben und ihm spontan graue Haare zu verpassen. Quentin, das kannst Du noch besser! Trotzdem danke.

Unser Tipp: Diesen Film sollte man am besten nach einem heftigen Beziehungsstreit gemeinsam anschauen!

 
     
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 Medizin heute: Fit durch Herbst und Winter 
 
  Körpereigene Abwehrkräfte aufbauen und stärken  
     
 

Der Statistik nach leidet jeder durchschnittliche Deutsche durchschnittlich zweimal im Jahr an einer Erkältung. Besonders im Herbst und im Winter werden durch feuchtes Wetter und kalte Temperaturen erhöhte Anforderungen an das Immunsystem gestellt. Die Erkältungsrate steigt. Scheinbar. Solche Erkältungen lassen sich (angeblich) leider nicht immer verhindern, durch entsprechende, gesunde, vorbeugende Maßnahmen kann die Immunabwehr jedoch gestärkt werden. Diesem Irrglauben hinkt die halbe Menschheit hinterher. Besonders die Gesundheitsindustrie versucht auf perfide Art und Weise dem Menschen Angst einzujagen. Kaum fallen die Blätter, tauchen in der Fernsehwerbung irgendwelche C-Schauspieler oder auch bevorzugt hässliche Menschen mit großen, roten Nasen auf und rotzen in die Kamera, was das Zeug hält. Dem Zuschauer vor der Mattscheibe wird es regelmäßig schlecht, er spürt die Influenza förmlich durch den Apparat direkt auf die Wohnzimmercouch "fliegen". Er greift fast instinktiv zu Nasenspray, Papiertaschentuch und Vitamintabletten. Als Krönung pfeift sich das Opfer dieser Mafia mit debilem Gesichtsausdruck noch 10 Pfund Aspirin rein, während die Nasenschleimhäute vom Spray langsam dahinätzen. Da haben wir ihn: Den eingebildeten, mediengesteuerten Kranken! Das muss doch nicht sein.

Damit Sie den Herbst und Winter ohne den vermehrten Konsum von Taschentüchern und Pillen genießen können, hat das Projektteam Gesundheitsmanagement wieder wertvolle Tipps für Sie zusammengestellt:

Der Körper braucht spezielle "Maßnahmen", damit Muskeln, Knochen, innere Organe, Stoffwechsel und Immunsystem ihre Arbeit leisten können. Anforderungssituationen zum Beispiel am Arbeitsplatz, bei Ehekrach, bei Tod in der Familie, bei hässlichen Scheidungen, in der Stammkneipe und bei starken körperlichen Belastungen sorgen für einen vermehrten Bedarf an "Maßnahmen".

Vermeiden Sie unbedingt:

* Zu viele Vitamine (einige Zitronen kombiniert mit ein paar weißen Tequila
  bzw. einige Orangen mit viel braunem Tequila sind ausreichend und decken
  den Tagesbedarf)
* Mineralstoffe (Magnesium zum Beispiel in Vollkornprodukten, Nüsse und
  Rohkost bewirken schlimmen Durchfall und allergische Reaktionen)
* Spurenelemente (z.B. Zink in Eiern, Haferflocken und Selen in Fisch und
  Fleisch rufen schlimmstes Pupsen hervor).

Damit Sie auch die Schönheit dieser Jahreszeit genießen können, selbst regnerische und kalte Tage gesund überstehen, sollten Sie Ihr Immunsystem auf Vordermann bringen. Sie sollten sich daher mindestens drei Mal täglich sexuell betätigen. Am Besten mit wechselnden Partnern. Das belebt und hält in Schwung. Pudern Sie, bis der Arzt kommt. Das macht eine rosige Haut, die Prostata (für Männer) bleibt fit, der Unterleib (für Frauen) entspannt sich merklich, das Schamhaar bleibt seidig und Sie glänzen überall mit Ausgeglichenheit und guter Laune.

Zudem sollten Sie täglich 4 bis 5 Liter Flüssigkeit (Alkohol) zu sich nehmen. Hier kann auf die erste Ausgabe von SLUT! verwiesen werden (Thema: Trinktipps für heiße Tage). Auch Händewaschen hilft.

Wir wünschen Ihnen einen goldenen Herbst und vor allem beste Gesundheit.

 
     
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 Gedichte 
 
 
Paula pulchra

Paula pulchra virgo erat -
virgo sine hymine.
Hymen, umquam perforatum,
numquam reparabile.

Uno die quisque venit,
cuius nomen Meiero.
Et per diem et per noctem
coitant’ in jubilo.

Septem mensibus peractis,
movet se in utero
embryo, quem Meier fecit,
sine ullo dubio.

Novem mensibus peractis,
Paula pulchra peperit.
Meier, alimentes timens,
illo loco effugit.

Quid vos docet, oh puellae,
illa nostra fabula:
Numquam juveni praebete
vostra genitalia.






  Daisy

Liebe Daisy, nun, als Alte
bist Du nach Haus gegangen
Du hast so viel erlebt
Dir ist so viel entgangen

Liebe Daisy, schon als Welpe
kanntest Du nur Plüsch und Wärme
nie wühltest Du im Heu
nie rissest Du Gedärme

Du warst auch niemals schmutzig
an Dich durft keiner ran
Dein Herrchen war nicht anders
liess stets den Anzug an

Du durftest all das sein
was Herrchen leider nie war
Komtess und Königin
Herzogin und Diva

Du konntest launisch sein
und störrisch sein und zicken
doch Hund sein war verboten
auch läufig sein und ficken

Dafür hast Du sehr viel
vom Herrchen mitbekommen
so gerne hat er Knaben
im Auto mitgenommen

Du kanntest es nicht anders
Du wurdest früh verdorben
drum bist Du wohl auch grad
im Mozartjahr gestorben

Ich wünsch Dir allen Segen
und endlich auch mal Ruhe
endlich darfst Du tollen
ohne Schleife, ohne Schuhe

Endlich dort im Himmel
darfst Du mit Hunden spielen
schnüffeln, beissen, schlecken
und nach den Rüden schielen

Nach Herzenslust Dich wälzen
und bellen, knurren, toben
doch pass ein bisschen auf
Dein Herrchen ist auch droben...
 
     
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 Geschichte 
 
     
 


München, 09. November, früher Nachmittag, Herbstwind. Ungute Vorahnung liegt in der Luft. Eine Gruppe finsterer Gestalten bewegt sich langsam in Richtung Feldherrenhalle. Um sie ein kühler Luftzug. So marschieren sie. Schweigend. Humorlos. Bedingungslos. Bedrohlich. Die Bürger verschließen ihre Fenster und Türen, verstecken sich, löschen alle Lichter. Der unheimliche Zug gleitet durch Gassen und Strassen. Doch was ist das? Plötzlich biegt die Meute ab! Der Odeonsplatz mit der Feldherrenhalle ist doch weiter nördlich! Jetzt bleiben sie stehen. Am Jakobsplatz. ... Freilich! Wir schreiben ja das Jahr 2006 und es sind diesmal die anderen, die am 09. November marschieren! Dann ist ja alles in Butter! Leute, könnt die Fenster wieder aufmachen (ausser, wenn ihr Unwürdige seid, z. B. Palästinenser). Hahaha, und ich hatte schon Angst!

 
     
 
 Rebus 
 
     
 

  Himmel, Arsch und Zwirn !!!  
 
     
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 Leserbriefe und Leseranfragen 
 
  Ich bin eine, die auf Jungs in Lederhosen steht! Ich würde gerne eine kleine Episode über meine letzten Wiesn-Erlebnisse schreiben. Wird das dann auch so gebracht in Slut? Findet Zensur statt? Ich finde, meine Geschichte ist Real-Satire pur!
(Lederhosenfrau aus ???)


SLUT-Redaktion:
Sehr geehrte Lederhosenfrau.
Die SLUT-Redaktion erklärt sich bereit, Sie und evtl. Freundinnen in Lederhosen bei der nächsten satirischen Redaktionsitzung zu empfangen. Da kannst Du unzensiert beweisen, was Du real drauf hast, Du kleine Schlampe.
 
     
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  Betreff: umso/desto sager

liebe slut redaktion,

was kann man gegen umso/desto falschsager unternehmen?
darf man die anzeigen?

beispiel: umso mehr slut magazine ich lese, umso blöder werde ich.

das ist falsch. es muss heißen:

JE mehr slut magazine ich lese, desto blöder werde ich!

bitte helft mir
grüße kliemann
(Martin H. aus P.)



Lieber Kliemann.

Deine Frage ist berechtigt, doch viel schlimmer als Falschsager sind Falschsauger, bzw. Falschsaugerinnen. Laß Dir das mal in einem Ruhigen Moment durch den Kopf gehen.

Nun zu Deinem Beispiel. Der Satz muß natürlich heißen: Je weniger SLUT-Magazine ich lese, desto weltfremder, unerotischer und belangloser werde ich! Bitte nächstes Mal zumindest für 20 Cent nachdenken, ja?

Schulterklopfer: Deine SLUT-Redaktion
 
     
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 Was macht eigentlich... 


...Klaus Kinski?

Interview mit Klaus Kinski aus dem Jahr 1979.

 

SLUT ! hat im Archiv gekramt. Herausgekommen ist ein sensationeller Fund! Das Original-Interview von Dr. Hans-Jürgen Schmitz-Tiedkenhaus mit Klaus Kinski. Aufzeichnungsort war das Drehrestaurant des Olympiaturms in München. Kurz zuvor drehte er u.a. Nosferatu - Phantom der Nacht.

 
     
 

SLUT!: Herr Kinski, haben Sie sich von Ihrem letzten Dreh in Kamerun schon wieder erholt?

Kinski: Was soll denn das heißen? Erholt! Von was? Willst Du mich verarschen, oder was? Bin ich etwa tot? Oder schau ich so aus?

SLUT!: Um Himmels willen, nein! Ich dachte nur ... .

Kinski: Das Denken überlaß` doch besser den Pferden, Freundchen! Die haben nämlich größere Köpfe. Was willst Du von mir? Hast Du Probleme? Wer hat Dich denn geschickt?? Denk nach!

SLUT!: Ich möchte fragen, ob die Identifikation mit Ihren Rollen so weit geht, dass Sie gar nicht mehr wissen, was Realität und was Fiktion ist.

Kinski: Ich verstehe die Frage nicht. Ein Frager - oder der sich dafür hält, das kann ich ja nicht wissen - sollte ein wenig Grips aufbringen, bevor er die Frage stellt! Grips, nur einen Funken Grips! Merde, crétin! Ich mache hier ein Interview mit Dir, das 10 Millionen oder 20 Millionen Zuhörer i n t e r e s s i e r t !!! Und dann muss ich mich mit derart stupiden Anwürfen anscheißen lassen. Da kann man ja gleich im stillen Kämmerlein bleiben und für sich selbst - Onanie! Jaaa, jaaa Onanie - das ist der richtige Ausdruck. Und dann kommt er daher und fragt so einen Blödsinn! Wer bist Du überhaupt? Hä, hä? Wer bist Du, dass Du es wagst, mich mit dem Scheiß-Bullshit zu missbrauchen? Duuuu, du weißt doch gar nicht, zu was der Mensch in der Lage ist! Du Arschloch!

SLUT!: Herr Kinski, ich finde es nicht gut, dass Sie hier so beleidigend auftreten und mich ... .

Kinski: Du kommst doch sicher von so einem Scheiß-Blatt oder Magazin. Du bist doch nur der K n e c h t Deines armseligen Alltags. Du Zwergenjournalist! Ich habe die Schnauze voll von Euch! Paß bloooß auf, Du. Sonst schlage ich Dir auf die Fresse. Du dumme Sau!

SLUT!: Vielen Dank, Herr Kinski, für dieses Gespräch.

 
     
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