Liebe Leserinnen und Leser von
 
     
  Wer kennt sie nicht, die legendäre Kult-Serie "Münchner G´schichten"? Mit dem Charly, dem Gustl und dem Achmed auf dem langen Weg nach Sacramento. Viele Zuseher verkennen, in ihrer eigenen Borniertheit gefangen, an dieser Stelle allerdings die Bedeutung einer höchst wichtigen Figur. Der "Zimmerherr" Herr Heinrich namlich prägte einen gerade zur jetzigen Zeit sehr bedeutsamen Satz: "Ja, ja der Karneval. Carne vale. Das Fleisch ist schwach!". Alle Leserinnen und Leser von SLUT! werden hiermit eindringlich aufgefordert, in den "tollen Tagen" nach diesem Motto zu verfahren - diesen Satz quasi als Auftrag ernst zu nehmen. Die Redaktion zählt auf Sie. Enttäuschen Sie uns nicht!

Doch jetzt wird zusammen erstmal das neue SLUT! gelesen!


********** Vorsicht! **********

SLUT! erscheint monatlich. Immer am 15.


Herzliche Grüße,
Ihre Redaktion


P.S.: Bitte blättern Sie um.
 
     
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 Aktuelles
 
  Každý mladý muž – Tod des Salzprinzen  
     
 

28. Januar 2007: Auf den Tag genau sechs Wochen nach dem tragischen Tod von Stefan Hentschel (SLUT berichtete) erschoss sich der zauberhafte Komponist Karel Svoboda im Garten seines Hauses in Jevany.

Kurz vor Kriegsbeginn wurde er im Dezember 1938 in Prag geboren und wollte eigentlich Zahnarzt werden, als er Mitte der Fünfziger enormen Erfolg mit seiner Band Mefisto hatte, kurz darauf ein lukratives Angebot für die Komposition der Titelmusik für eine große tschechische Fernsehserie bekam und sich schließlich entschloss, vom Komponieren zu leben, was ihm auch großartig glückte. Noten flogen ihm in den Kopf, Aufträge und gute Verträge in den Briefkasten. Sein erstes Meisterwerk gelang ihm 1974 mit der Komposition der Szenen- und Abspannmelodie zu Chîsana Baikingu Uiki (Wickie und die starken Männer). Diese Musik, die die während der Raubzüge des Teams um Gorm, Halva, Tjure und Snorre (der übrigens wie der Biene Maja-Willy von Eberhard Storeck, dem größten Dialogregisseur aller Zeiten, gesprochen wurde) und der Auftritte des schrecklichen Sven lief, war umwerfend und prägte nicht nur unsere Kindheit, sondern wurde auch in späteren Jahren mit Vorliebe von meinen Freunden und mir "auf großer Fahrt" gesungen oder gepfiffen. Das Titellied Hey, Hey, Wickie komponierte übrigens Christian Bruhn, der Schöpfer unzähliger Welthits, z. B. Zwei kleine Italiener, Midi-Midinette, Marmor Stein und Eisen bricht, Ein bisschen Spaß muß sein, Liebeskummer lohnt sich nicht my darling, Wunder gibt es immer wieder, sowie der Titelmelodien von u. a. Timm Thaler, Sindbad, Heidi(!) und Captain Future (!!!). Kurz, Svoboda befand sich in bester Gesellschaft. Ein Jahr später kreierte er mit Karel Gotts Stimme den Titelsong von Biene Maja und hatte spätestens jetzt auch im deutschsprachigen Raum seinen festen Fanblock. Es folgten Pinocchio, Nils Holgersson und Anfang der Achtziger Die Besucher der Pan Tau- und Luzie-Schöpfer Jindrich Polák und Ota Hofmann, sowie Der Salzprinz. Der Faden des Erfolges riss nicht ab - noch im vergangenen Jahr gestaltete er die Musik für Rotkäppchen mit Christian Tramitz.

Leider lief es privat nicht allzu erfreulich. Anfang der Neunziger verstarb seine erste Frau Hana, mit der er zwei Kinder hatte. Fünf Jahre später heiratete er die vierzig Jahre jüngere Vendula, sie bekamen eine Tochter, die mit vier Jahren an Leukämie erkrankte und starb. Zwei Jahre später, im Jahre 2002, hatte Svoboda einen schweren Verkehrsunfall und litt seither an starken Erschöpfungszuständen. 2005 wurde er ein letztes Mal Vater, doch sein Gesundheitszustand wurde immer bedenklicher.

Am Sonntag, den 28. Januar nahm er seine Waffe, ging in den Garten und nahm sich das Leben. Möge er in Frieden ruhen.

 
     
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 Der kleine Roman (7): Hals über Kopf 
 
 

Der kleine Gin, den sich Eloske nach seiner ausführlichen "Sitzung" genehmigen wollte, fiel dann doch etwas größer aus. Verständlich, hatte doch der Kommissar erst vor einer Stunde mit dem Gevatter Tod in seiner hässlichsten Fratze Bekanntschaft gemacht. Der über Jahre äußerst kollegiale und hilfsbereite Prominentenarzt Dr. Schmitz-Tiedkenhaus war nicht etwa nur umgebracht worden. Er wurde gnadenlos niedergemetzelt.
"Do hod oana ein sauberes Exel konstatiert!" sinnierte Eloske mit glasigen Augen. Er meinte natürlich "Exempel statuiert", aber mit Fremdwörtern oder Redewendungen hatte es Eloske noch nie so sehr gehabt.,.. .
Fakt war, dass alles auf eine Hinrichtung hindeutete. Berglund schien die ein oder andere Rechnung noch offen gehabt zu haben. Sofern Hasse Berglund, alias Hans-Dieter Koschinsky, überhaupt der Täter war. Das Tonband allerdings sprach eine eindeutige Sprache. Der arme Schmitz-Tiedkenhaus sah aus wie ein "Fleischpflanzerl" (auch: Frikadelle), garniert mit Ketchup und Majo.
Bei dem Gedanken daran würgte es Eloske, er erbrach sich erneut - wie vor einigen Stunden im Puff - und machte sich gierig über die zweite Flasche Gin her. Immer wieder hörte er sich das Tonband an. Welches Dokument wollte Hasse so unbedingt in seinen Besitz bringen? Hatte der Arzt überhaupt Kenntnis von dem betreffenden Dokument? Warum unterhielten sich die beiden auf Sächsisch?
"Es stimmt also doch. Berglund hat eine DDR-Vergangenheit. Wahrscheinlich Stasi. Koschinsky, Dich kriag I aaa noo" echauffierte sich Eloske bei einer Ernte 23 auf seiner Eckbank am Küchentisch. Nach dem 15. Glas Gin fiel dem Kommissar dann Dirk Lentas ein, der immer noch in der Praxis liegen musste, aber wohl langsam wieder zur Besinnung kommen musste.

Pitsch, patsch, pitsch, patsch, "Aufwachen, aufwachen. Lentas, komm, wach auf! Ze fix, der ist ja noch total fertig". Kommissar Eloske schüttelte und ohrfeigte Lentas abwechselnd, um ihn aufzuwecken. Doch die Betäubung hielt Lentas weiter hartnäckig mit eisernem Griff gefangen. Auf dem Weg zurück in die Praxis war dem Kommissar nämlich siedend heiß eingefallen, dass sich Lentas und Berglund kennen dürften, denn sie machten beide auf dem Münchner Hauptbahnhof einen sehr vertrauten Eindruck. Vielleicht konnte Lentas den entscheidenden Hinweis geben, auf wen oder was es Hasse abgesehen hatte. Vielleicht wusste er auch, wohin sich Hasse absetzen wollte. An Aufwachen war allerdings bei dem griechischen Praktikanten im Moment noch nicht zu denken. Vielleicht wollte dieser auch mal richtig ausschlafen, denn der Fleißigste war Lentas noch nie.
Eloske untersuchte derweil erneut den Tatort. In den Karteikästen im Vorzimmer des Behandlungsraums konnte Eloske nichts Auffälliges entdecken. Berglund schien zwar hier irgendetwas gesucht zu haben, aber Eloske konnte keine Rückschlüsse aus der Situation ziehen. Er schaute weiter ins Behandlungszimmer. Der senile Doktor war inzwischen komplett ausgeblutet und die Farbe des Bodens war dunkelrot. Geronnenes Blut. "Montags Schlachtplatte" murmelte Eloske und erinnerte sich an seine letzten Blutwürste beim Horst. Doch was war das? "Ich hab mir glei denkt, dass da was fehlt!" meinte der Ermittler. In der Tat: Beim Abtasten der Leiche fing der Kommissar seltsamerweise bei den Füßen an und arbeitete sich nach oben vor. Oben angelangt musste Eloske dann leider feststellen, dass der Kopf von Dr. Hans-Jürgen Schmitz-Tiedkenhaus sauber abgetrennt und nicht mehr da war. "Vielleicht hat er sich ja gelöst und ist irgendwo hingrollt!?". So sehr der Starermittler auch den Praxisraum absuchte, er konnte den Kopf nicht finden. Nur die altmodische Brille des Arztes lag blutverklebt neben dem Torso. Der Kopf war weg!
"Ja mii leckst am Oarsch! Das gibt’s doch gar nicht!". Der Ermittler war jetzt stinksauer. Er war sich total sicher, dass der Doc noch "komplett" war, als er das erste Mal die Praxis verlassen hatte. "Auf geht`s, Lentas!" brüllte Eloske, kippte Lentas einen Eimer Wasser über den Kopf und führte den noch benommenen Praktikanten aus der Praxis.
"Horch, Lentas, ist Dir der Name Hans oder Hasse Berglund ein Begriff? Ich will die Wahrheit. Jetzt und sofort. Ich kann Kriegskarate und war bei der Legion." präsentierte Eloske einen kurzen Lebenslauf.
Lentas wurde sofort misstrauisch. Mit zusammengekniffenen Augen musterte er Eloske. Eloske fackelte indes nicht lange und kniff ebenfalls kurz und heftig zu. Aber nicht die Augen, sondern die Nüsse von Lentas. Dieser brach aufgrund der höllischen Schmerzen sofort wimmernd in sich zusammen: "Ich kooperieren. Das alles ist Missverständnis. Hamburg, Hamburg, Elbe! Der singende Wirt! Der singende Wirt!".

Als Eloske hörte, wen Lentas da ins Spiel gebracht hatte, wurde er wieder mal schlagartig kalkweiß. Ihm brach am ganzen Körper der kalte Schweiß aus: "Was kommt denn jetzad noch? Erst Hans-Dieter Koschinsky und dann Fiete, der singende Wirt??"

Eloske ließ sich neben Lentas auf den Boden sinken und weinte hemmungslos.

Wenn Sie wissen wollen, wie alles anfing, lesen Sie bitte in
"Der kleine Roman" (gebundene Ausgabe) unter folgendem Link nach:
www.slut-magazin.de/Analverkehr

(Wie es weitergeht, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe von SLUT!)

 
     
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 Wussten Sie schon, dass... 
 
     
 

... Til Schweiger eigentlich ein Rock´n´Roller ist und eine heftige Drogenkarriere hinter sich hat? Der BILD verriet er: "Es gab diese Nacht. Ich wusste nicht, was in der Pille war. Es war das erste und letzte Heroin, das ich in meinem Leben genommen habe. Es war ein richtiger Horrortrip. Seitdem habe ich keine einzige Droge mehr ausprobiert! Keine Ecstasy-Pille! Keine Koks-Linie..." Respekt, Til!

 
     
  Und wussten Sie auch, dass...

 
 

... Til Schweiger nicht, wie alle Welt bislang glaubte, keinen Funken Humor hat, sondern im Gegenteil geradezu vor Lustigkeit sprüht! Wie wäre es sonst zu erklären, dass Heiner Lauterbach ebenfalls in der BILD ausplauderte: "Ich hab mit Til einige Nächte durchgelacht - mit Bier & Wein & Marlboro." Hahaha, super, Ihr zwei!

 
     
     
 
 Rebus
 
     
 


Die ersten drei richtigen Löser erhalten je ein handsigniertes Exemplar des Romans "Kein Fuzzy Naval für Folicaldi" von Fizz und Wolff.
Schwarzen Balken markieren und staunen.



  Kein Fuzzy Naval für Folikaldi  
 
     
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 Witz des Monats
 
  Die Pennerin zum alten Penner: "Du Werner, darf ich Dir mal wieder einen blasen?"
Penner Werner daraufhin: "Nee is klar, aber ich hab mich seit ungefähr 8 Wochen nich´ mehr gewaschen!"
Pennerin: "Macht nix!"

Pennerin holt Schwanz raus und fängt an zu blasen.

Penner Werner: "Wahnsinns Idee! Ich hätte mal wieder ordentlich Bock drauf, Dich richtig zu lecken!"
Pennerin: "Super. Aber ich habe mich seit circa 6 Wochen nicht mehr gewaschen. Ich sag es Dir gleich!"
Penner: "Macht nix!"

Werner lässt die Zunge kreisen.

Kurz darauf ruft sie: "Vorsicht, ich würde jetzt gern mal richtig furzen!"
Sagt er erleichtert: "Das ist eine super Idee. Ein bisschen Frischluft wäre jetzt wirklich nicht schlecht!"
 
     
 
 Cartoon: "Carne vale" 
 
   
     
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 Der Reisetipp: VULCANO 
 
  Strafkolonie im Mittelmeer

Letzter Ausbruch des Vulcano 1890
 
     
 

Liparische Inseln. Nördlich von Sizilien, Italien. Das klingt alles soweit ganz harmlos. Die Redaktion von SLUT! erhielt hinter vorgehaltener Hand einen Tipp, sich dort mal umzuschauen. Als unser Korrespondent Jens Pirmasens von Bord der Fähre ging, fiel ihm sofort auf, dass hier etwas faul ist. Nicht nur der permanente penetrante Gestank nach Stinkbomben, der schwer wie Blei in der Luft hängt. Schwefeldämpfe. Willkommen in der Hölle.
Beim Betreten der Vulkaninsel wird man unweigerlich von der gedrückten Stimmung wie von einer eisernen Faust nieder gepreßt. "Eene seltsame Sodde Mensch trifft sisch jo hier" so der erste Kommentar von dem gebürtigen Sachsen Pirmasens. In der Tat wird man bereits am Hafen von einem strengen Beamten, der die Einreise kontrolliert, auf Herz und Nieren überprüft. Man braucht ein Visum, das vor dem Aufenthalt bei der Regierung in Rom beantragt werden muss. Das Besondere ist, dass ein Visum allerdings nur Paare bekommen, bei denen Verfehlungen der Männer nachweisbar sind. Typisch sind Verstöße gegen die Treue. Hier muss nicht unbedingt nur der ganz große Ehebrecher Abbitte leisten, auch harmlosere "Delikte" werden hier durch die Lebenspartnerinnen streng geahndet. Kleinere Techtelmechtel auf Parties sind hier auch schon ausreichend, um ein Visum zur Züchtigung des Mannes zu erhalten.
Am restlos überlaufenen Strand sieht man tagsüber ausschließlich Frauen mit Kindern, die freudlos mit Eimern und Schäufelchen bewaffnet in dem Vulkanschlamm wühlen. Hin und wieder rutscht einer Mutter mit verbissenem Gesicht schon mal die Hand aus. Verständlich, der "Urlaub" soll ja auch kein Spaziergang sein. Die lasterhaften Männer müssen derweil in der Ferienwohnung verbleiben. Sie dürfen nur stundeweise und unter strenger Aufsicht das Haus verlassen. Durch Frondienste oder auf vulkanisch auch "Fronarbeitsdienst zur moralischen Verbesserung" soll der Kerl zur Besinnung gebracht werden. Hierfür sind u.a. die Appartements handwerklich zu betreuen. Tropfende Wasserhähne, eine defekte Heizung oder fleckige Wände sollten also am Ende des Aufenthaltes nicht mehr vorkommen.

Die Insel hat aber auch tolle Dinge zu bieten: In dem sog. "Toten Feld" befindet sich ein Grundwasserschlammpool, der brutal heiß ist. Hier wird im Schlamm gebadet, was bei der offiziellen Version für die Außenwelt gut gegen Arthritis und Rheumatismus sein soll (Fango). Der Sinn ist aber ein anderer: Die Männer werden einmal am Tag splitterfasernackt mit Kapuzen über dem Kopf in den Schlamm gestoßen und danach mit einem Hochdruck-Wasserschlauch eiskalt abgeduscht. Diese Anwendung hat zur Folge, dass spätestens nach drei Anwendungen die Hoden schrumpfen und die Eier klein wie Murmeln werden. Dieser Zustand hält dann bis zu sechs Monaten an. Der Mann will und kann gar nicht mehr sexuelle Eskapaden beginnen. Auf Vulcano wird übrigens von den Männern eine sackähnliche Einheitskleidung getragen. Die Schwefelsäure in der Luft zersetzt die Kleidung und lässt die Augen tränen. Strandaufenthalte enden zumeist mit schweren Verbrennungen, weil die Fumarolen heißeste Gase ausströmen. Ein idealer Ort also auch für die kleinen Racker.

"So, jetzad tropft der Wasserhahn aa nimmer!" so Pavel S. und wischt sich schweißgebadet die schmutzigen Finger an seinem Sackleinenanzug ab.
Dann mit verschwörerisch leiser Stimme, sich immer wieder nervös umdrehend: "Herr Pirmasens, I sog`s Eahna ganz klar. I dad jetzad an gar koam anderen Ort sei wolln! Ohne Schmarrn!". Doch Jens Pirmasens konnte genau sehen, dass Pavel S. gelogen hatte. Sein Blick schweifte für eine Zehntelsekunde gen Süd/Osten, fast unmerklich flackerte der Blick und eine dicke Träne stand im Augenwinkel.

Der Grund der schamlosen Lüge, bei der sich Pavel S. besser nicht ertappen lassen sollte, ist die brennende Sehnsucht nach der Trauminsel Ios, die in den Kykladen gelegen ist. Dort amüsieren sich zur selben Zeit elf ausgelassene Typen auf einem Junggesellenabschied. Ein angenehmer Männerausflug. Unkompliziert. Panos mit seinem "Fuck Ibiza - Shirt" schenkt der geselligen Runde mit einem listigen Lächeln nochmals Retsina "Kourtaki" mit Sprite in die Becher. Prompt erschallt das typische Klopfen, befreites Gelächter und ein "Aaaaah". Dazu Bob Marley. Die Sonne verschwindet langsam hinter dem "Harmony", das Meer glitzert tiefblau und das warme Licht der Kykladen umschmeichelt die glücklichen Gesichter der Gefährten. Ein entspannter Cocktail oder ein kühles Amstel dann abends auf der Terrasse von Yiannis Platis lässt schließlich die Illusion vom Paradies Wirklichkeit werden.

 
     
  Tipps der Redaktion:

Beste Reisezeit für Vulcano: Egal.
Durchschnittstemperatur: 34°C
Essen und Trinken: Stilles Wasser mit Schwefelsirup
Musik: "Dir zahl ichs heim, Du Arsch, Dich mach ich platt!" von Michelle

In der nächsten Ausgabe von SLUT!: Reit im Winkl - Schneeloch im Chiemgau
 
     
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Vergessen Sie bitte nicht,
in wenigen Wochen ist

OSTEN


Gönnen Sie sich ein paar schöne Tage. Fahren Sie doch mal wieder hin.



Osten. Gar nicht mal so weit. Gar nicht mal so übel.
 
     
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 Die Literatur-Ecke 
 
 


Heute: Der Verräter

Von Rosa v. Praunheim - Fischer 2007

Dieses Buch ist eine knallharte Biographie über die Karriere des ägyptisch-tamilisch-indisch-südafrikanisch verwurzelten Mannheimers Xavier Naidoo. Der kleine Naidoo nahm bereits als Kind Spott in Kauf. Er hat sich gewehrt. Erst mit Kickboxen. Dann mit Gejammer. Inzwischen zählt er neben den Gebrüdern Karl und Theo Albrecht zum drittreichsten Mann Deutschlands. Rosa von Praunheim beleuchtet das Leben des unsympathischen Pfälzers direkt, ungeschminkt und ohne doppelten Boden. Kindern kann man es gefahrlos vorlesen.

Mein Gott, wie schreibt man eine Biographie?« Dieses Zitat Virginia Woolfs eröffnet ne Lebensbeschreibung, die mit dem Leben vom Xavier rein gar nüscht zu tun hat. Is der schwul? Authentisch? Auf jeden Fall kanner singen, wenns auch scheußlich klingt. Im WM-Jahr hatten die Sportfreunde den Hit und Naidoo tat so als hätt er einen. Diesen blöden Song bemühte man höchstens, wenn nem Bunny beim schwarzrotgüldenen Gefeiere schlecht wurde und man den Brechvorgang beschleunigen wollte. Spätestens bei der Refrainzeile "steinig und schwweehhhr" war der Magen restlos entleert, die Naidoo-CD wurde ins geschmacklose Booklet zurückgelegt und die Feier konnte mit angenehmer Musik weitergehen. Habe mich gefragt, ob irgendwas an dem Arschloch echt ist. Die Brille schon mal nich. Der Gesichtsausdruck - nee. Das Gehabe - Hilfe. Die angebliche Religiosität - null die Bohne. Sonst würd er doch ma spenden, der Naidoo. Oder wirklich Gutes tun. Für andere. Und immer dieses Geschwalle. Und Gelalle.
Hat er wenigstens Humor? Oooch nich! Nich mal einen Funken!
Treffen wollt er mich auch nicht. Geschweige denn ins Bett mit mir. Isser am Ende doch hetero? Wär ja nicht der erste. Na gut, dacht ich mir, schreib ich die Biographie halt ohne die arrogante Schnepfe. Soll er halt im teuersten Designergeschäft zeitgeistige Brillen einfärben lassen. Dann zieh ich mir halt wieder mal alles aus den Fingern. Soll ich ihn outen? Einfach so? Auf gut Glück? Mein Erfindungsreichtum ist ... Moment, das Telefon klingelt. Ich bin gleich zurück. ... Entschuldigung. Bin wieder da. Habe gerade den Auftrag vom Sender 3sat bekommen, meinen Film "Tote Schwule - lebende Lesben" zu drehen. Ich bin sehr glücklich darüber.


Original-Klappentext, geschrieben von Rosa von Praunheim.

 
     
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 Gesellschaftskritik: Saufen macht schlau 
 
 

Was die Redaktion von SLUT! immer schon wusste, wird jetzt endlich auch öffentlich formuliert: "Saufen macht schlau!".
Das Magazin "Der Spiegel" berichtete in Ausgabe 4/2007 unter der Rubrik "Karriere: Hoch die Tassen", dass Arbeitnehmer, die trinken, bis zu 14 % mehr verdienen als Abstinenzler. Hierbei beruft sich das Magazin auf US-Studien der Wissenschaftler Pinka Chaterji und Jeffrey DeSimone vom Bostoner National Bureau of Economic Research. Jugendliche, die an der Universität ordentlich gesoffen haben, verdienen zehn Jahre später (im Übrigen völlig gerechtfertigt) deutlich besser als ihre enthaltsamen Kommilitonen. Dieses Phänomen sei allerdings nur bei Männern zu beobachten.
Für diese Erkenntnis muss man allerdings kein Wissenschaftler sein und teure Forschungsgelder verplempern. Die Wahrheit ist, dass die meisten Frauen stinklangweilig und humorlos sind und sowieso nichts saufen. Die wenigen, die anders sind, trinken dann eher Weinschorle und begeben sich schließlich auf große Fahrt auf hohe See. Der große Rest sitzt mit verkniffenem Gesicht vor dem Schreibtisch und strebt (i.Ü. ständig erkältet und mit Schal um den Hals) für Abitur oder Studienabschluss. Eine Thermoskanne Tee am Nachmittag bei dem Treffen mit einer "guten Freundin", die aber eher Rivalin ist und nach Abschluss des Studiums abgestoßen wird wie eine abgefaulte Warze, macht eben noch lange keinen sozialen Kontakt oder Freundschaft.
Das männliche Pendant hierzu ist der abstinent lebende "Commodore 64"-Mensch. Diese Spezies steht dick, pickelig, X- und plattfüßig mit ein/zwei Gleichgesinnten isoliert auf dem Schulhof oder in dunklen Ecken der Uni rum. Für diese Herrschaften sind andere trinkende Normaltypen ein Graus. Eine gemeinsame Dusche mit Geschlechtsgenossen nach dem verhassten Schulsport oder in einem Schwimmbad bedeutet Höchststrafe. Dann lieber doch stinken. Der erste sexuelle Kontakt mit dem anderen Geschlecht erfolgt - wenn überhaupt - erst in den Dreißigern.

Anders der männliche Säufer. "Trinken in Gesellschaft fördert das Sozialkapital" so Edward Stringham, Wirtschaftsprofessor an der Uni von San José. Dieser schlaue Mann hat festgestellt, dass Geselligkeitstrinker sich in Netzwerke integrieren und gerne Beziehungen pflegen. Diese Kontakte zahlen sich später in barer Münze aus. Wer hat noch nicht höchst interessante Menschen bei diversen Wiesnbesuchen oder auf griechischen Inseln kennengelernt? Biere und dazu diverse Schnäpse lassen schnell erkennen, dass man an Bekanntschaften und Spaß interessiert ist. Daraus entstehen dann ratz-fatz Geschäfts-, aber auch Geschlechtsbeziehungen. Wer will das nicht?

Ein Redaktionsmitglied von SLUT! wurde von seinem Vater während des Studiums gerügt, es solle nicht so viel saufen und nicht die ganze Zeit in Kneipen rumhängen. Dieser Vater hat offensichtlich äußerst unüberlegt und kurzsichtig gehandelt. Nach bestandenem Studium musste er sich von seinem stark angeheiterten Sohn doch tatsächlich frech den Spruch "Saufen macht eben doch schlau!" ins Gesicht sagen lassen. Die Argumente für ein alkoholfreies Leben sind dem Herrn Vater am Schluss gründlich ausgegangen.

Doch Vorsicht: Die oben beschriebene Wirkung kann sich nur entfalten, wenn in Gesellschaft gebechert wird. Allein saufen, im stillen Kämmerlein, zeigt (angeblich) keinen Effekt.


Zitate zum Thema:

"Alleinsaufen macht blöd und blöd saufen macht allein."
(Prof. Tom O´Malley, Irland)

"Ich meine ja nur, dass Alkoholkonsum von zu vielen Menschen zu leichtfertig abgelehnt wird, und das Gerede davon, dass Alkohol keine Probleme lösen könne, halte ich wirklich für einen sehr stark revidierungsbedürftigen Gemeinplatz. Gelegentlicher, ich betone: gelegentlicher exzessiver Alkoholgenuss, und ich betone auch das: exzessiver Alkoholgenuss - drei Gläser Wein zum Essen bringen überhaupt nichts - kann durchaus entkrampfen und Probleme überhaupt erst bewusst machen und dadurch eventuell doch zu einer Lösung beitragen."
(Dr. Max Goldt, Göttingen/Berlin)

"Fröhlichkeit ohne Alkohol ist gespielte Fröhlichkeit."
(Peter Menardi, Gräfelfing)

 
     
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 Geheimnisvolle Rezepte 
 
 

Heute: Schwedischer Kaffee


Zutaten:

Filterkaffee
Wasser
Brauner Zucker
1 Spritzer Zitrone
Absolut-Wodka
1 Öre-Münze / 1 Cent-Münze


 

Zubereitung/Erklärung: Die Zubereitung dieser schwedischen Spezialität ist denkbar einfach. Schwierigkeiten sind eher in dem meist bedenklichen Zustand der Anwender begründet. Es handelt sich nämlich um ein schwedisches Katergetränk und wird zumeist gegen 10.30 Uhr vormittags angewendet. Gerade zur Faschingszeit stellt dieses Rezept eine wahre Wohltat dar und gilt als der Geheimtipp zur Regeneration.

Aufgepasst: Man nehme 6-8 gehäufte Esslöffel Kaffeepulver und gebe es in den Filter der Kaffeemaschine. Sodann erhitze man mit der Maschine 0,35 l Wasser bis zu 100 °C (erkennbar am Dampf) und gieße das Wasser über das Pulver. Den so gewonnenen Kaffee rein in eine Tasse, auf deren Boden sich bereits die 1 Öre- bzw. 1 Cent-Münze lustig aufhält. Ist der Kaffe stark genug, ist die Münze nicht mehr zu sehen. Ist die Münze hingegen noch sichtbar, so muss neuer, viel stärkerer Kaffee gebraut werden. 2 Teelöffel Brauner Zucker beimengen. Der Spritzer Zitrone macht das Ganze rund. Fertig. Fertig? Eher nicht - denn jetzt geht`s erst richtig los!

Nach dem ersten dezenten Schluck muss die Tasse dann wieder vollgemacht werden. Hier kommt nun endlich der Absolut-Wodka ins Spiel. Die mit Wodka aufgefüllte Tasse wieder ansetzen und einen weiteren Schluck genießen. Dann wieder mit Wodka auffüllen. Und so weiter und so weiter.
Nach einiger Zeit sollte dann, aufgrund der Verdünnung, die Münze sichtbar werden. Ist diese klar erkennbar, kann die Tasse (ohne weiteres Auffüllen) leer getrunken werden.

Vorsicht: Nicht bei kleinen Kindern und Senioren über 80 Jahren anwenden.

Na dann kann es ja losgehen! SLUT! wünscht viel Spaß im Fasching. Prost.

 
     
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 Die Filmkritik / Der Filmtipp 
 
 


Heute: "Grade mal 18 - Bitte stecken Sie ihn mir
        irgendwo rein!"

Regie: Ralle Koslowski
Drehbuch: improvisiert
Darsteller: Betty, Susanne, Hektor, Ismail, Rüdiger, Pablo

In irgendeiner Großstadt, in unseren Tagen. Die lebenslustige Betty möchte etwas erleben, sich selbst ausprobieren, an ihre Grenzen gehen. In einem karg eingerichteten Zimmer träumt sie von einem coolen Job, einer kleinen Familie, vielleicht einem Häuschen mit Garten, auf alle Fälle Kinder, viele Tiere und ein gemeinsames Auto mit CD-Player und Klimaanlage. Von diesen Visionen eingelullt, befreit sie sich zunächst von ihrer unbequemen Kleidung. Mehrere zufällig im selben Raum anwesende Knaben lassen sich von ihrem Beispiel anstecken. Das natürliche menschliche Zwischenspiel aus Sehnsucht und Macht beginnt und schickt den Zuseher auf eine spannende Reise durch eine Welt voller Erwartung, Spontaneität und Unterwerfung. Der Regisseur hat, ähnlich wie Rainer Werner Fassbinder, mit dem Stilmittel der Improvisation gearbeitet und die Darsteller (sämtlich Laien) in einem komplizierten und peniblen Verfahren sorgfältig ausgesucht. Manchmal erkundigt er sich überraschend bei seinen Schauspielern, was sie denn empfinden, was es mit ihnen mache, was sie nachher nach Hause mitnehmen. Entwaffnend ehrlich beantworten die Schauspieler jede noch so ungewöhnliche Frage, teilweise mit vollem Mund. Von Zeit zu Zeit zugehaltene Nasen sorgen nicht nur bei den (männlichen) Darstellern, sondern auch vor den heimischen Bildschirmen für Heiterkeit und Kurzweil.

"Grade mal 18" ist kein lehrreicher Film, aber ein Film, der bezaubert.
Erhältlich im Fachhandel und bei vereinzelten Lagerverkäufen.

 
     
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 Die Bergers: Teil 3 
 
  "Sternchen" Senta Berger

Sie war die einzige, die nicht mit Klaus Kinski ins Bett gehen wollte, 1965 bekam sie den Golden Globe Award und 1985 präsentierte sie den Military Look. Ansonsten ist es still geworden um die geheimnisvolle Blondine mit den zwei verschiedenen Augen (hellblau und azur).

Weil Sie Ende der Fünfziger mit Yul Brynner in dem Meisterwerk "Mystic Concupiscence" eine Hauptrolle bekam, sagte das Reinhardt- Seminar laut "Serwas!".

Ein paar Jahre später lernte sie den Filmhochschüler Fritz Kortner kennen und lieben, der sich später nur noch der Medizin widmete. "Außer ihm hat mich nur der Kroetz anlangen dürfen, aber bitte sagen sie das dem Kortner ned, sonst muss ich wieder mit ihm in die Domenikanische oder nach Vulcano. Dabei steh ich doch so auf Venedig. Ich bin halt immer noch ziemlich romantisch.", so die immer noch saugeile Diva.

In der Hippiezeit verlustierte sich die Kleine in den auch für Kinder hervorragend geeigneten Heimatfilmen "Als die Frauen noch Schwänze hatten" und "Toll trieben es die alten Germanen". Nebenher machte sie Modeaufnahmen für die Firmen "Adler" und "Konen". Später sagte sie: "Diese Fotos haben mir nie geschadet, aber ich wäre trotz- dem lieber im Filmgeschäft geblieben. Leider hat mir die Uschi da den Rang abgelaufen." Etwa Uschi Glas? "Nein, nicht die.", so die Berger scherzend, "die Obermaier wars!".

1972 bekam sie ihr erstes Kind Arquette Samuel, 1979 das zwote, Lautrec Fritz. 1984 wurde sie von Iris Berben aus Eifersucht überfallen, gezwickt und gebissen. Frau Berben verbüßte daraufhin eine vierjährige Haftstrafe, was allerdings niemandem auffiel.

Kortner, der Entdecker von Heinz Rühmann und Emil Jannings, zog sich wie oben schon erwähnt, aus dem Filmgeschäft zurück und operierte gebärfreudige Teenagerinnen, Senta lebt seit Mitte der Achtziger Jahre auf einem Bauernhof in der Nähe von Osnabrück. "Hier versteht mich wenigstens keiner", kichert sie übermütig in ihr mit frischem Rahm beschmiertes Natursauerteigbrot.

Nur einmal kam sie in Kontakt mit dem Medium Film. 1990 nämlich rief sie der belgische Kultregisseur Paul Verhoeven an. Mit ihm drehte sie das Melodram "Total Recall" mit Arnold Schwarzenegger und Dolly Dollar. Danach hatte sie nach eigenen Angaben "den Kanal voll".

Einen Traum möchte sie sich aber auf alle Fälle erfüllen: sie wünscht sich schon seit langem, dass ein ausführliches Portrait über sie im Magazin SLUT erscheint, am liebsten eingebettet in eine Serie über die sagenumwobene Familie Berger. Diesem Wunsch entsprechen wir doch gern, Senta!

 
     
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 Gedicht: Der Saubermann 
 
 

Es ist Marktführer, so wie Tempo und Pril
Aldi hat’s auch - da heißt es Tandil
In Frankreich sagt man so zu Petersilie
es gehört wie Perwoll zur Henkel-Familie

Die Rede ist, das hat nun wohl jeder erraten
nicht von Schultheiss, von Becks, von BUD oder Spaten
auch nicht von Ajax, Domestos und Pril
nein, es geht heute ganz klar um Persil

Aber früher gab es da noch diesen Herrn
den hatten wir irgendwie unheimlich gern
der flimmerte täglich des Abends zuhause
Krawatte und Lächeln, das Haar war leicht krause

Charmant wurde da von der Wäsche geplaudert
nie wurde geprahlt, nie wurde gezaudert
stets wortgewandt, klug und mit heiterem Stil
um ein einziges Thema. Nämlich: Persil

Man hatte auch diesen finalen Satz niemals satt:
Persil, da weiß man, was man hat.
Doch eines Tages war dieser Herr weg.
Jetzt ist er zurück. Er nennt sich: Kurt Beck

Guten Abend.

 
     
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 Was macht eigentlich... 


...Günter Wallraff?

Er hat sich in sämtliche Unternehmen der Republik eingeschleust und zahlreiche Machenschaften aufgedeckt.

Was ist aus dem Kämpfer, Provokateur und Pazifisten geworden?

Der 64jährige lebt mit seiner Frau Helene Weigel-Brecht (1900 - 1971) in seinem Geburtsort Burscheid.
 
 
     
 

SLUT!: Herr Wallraff, war Ihre Kindheit schwer?

Wallraff: Vater war bei Agfa, Mama hat sich während meiner Bundeswehrzeit mit Waffenbauen in mittelständigen Konzernen über Wasser gehalten.

SLUT!: Wir dachten, Sie hätten den Kriegsdienst verweigert, Ihre Mutter war Klavierlehrerin und Ihr Vater bei Ford?

Wallraff: Ist doch letztlich scheißegal, oder?

SLUT!: Uns schon.

Wallraff: Mir auch. Eh alles Lug und Trug. Hab ich bewiesen. Mehrmals. Auch mit Bildbeweisen...

SLUT!: Damit sind Sie schließlich bekannt geworden.

Wallraff: ...und zahlreichen Dokumenten. Hab immer alles schriftlich fixiert. Wenn ich früher zur Welt gekommen wär, hätt ich mich auch in die SS eingeschleust wie der Grass, diese dumme Sau. Dem gehört wirklich mal eine gescheuert!

SLUT!: Wir dachten, Sie seien immer Pazifist gewesen.

Wallraff: Die Leute denken immer irgendwas, sollten mal meine Bücher lesen, Sie dämlicher Bastard. Dann würden Sie mal was lernen, beispielsweise, dass die auch durch Wände und Betone kommen.

SLUT!: Äh, ...wer?

Wallraff: Die. Ich darf nicht darüber sprechen.

SLUT!: Haben Sie sich wieder wo eingeschlichen und möchten Mißstände aufklären?

Wallraff: Jaja, klar. Aber - die sagen mir alle nichts. Die behaupten dann, das wäre Spinnerei oder was und: da kann man schon in Zorn geraten, was für falsche Verhaltensweisen da mitunter vorhanden sind. (verscheucht imaginäre Fliegen vor seinen Augen) Geht weg jetzt! Ich hab doch alles getan, was Ihr von mir verlangt habt!

SLUT!: Alles klar, Herr Wallraff?

Wallraff: Halt die Schnauze, sonst lass ich Dich meinen berühmten abgrundtiefen westdeutschen Selbsthass spüren, Du Satire-Nazi!

SLUT!: Schade, die Seite ist schon zu Ende. Danke, Herr Wallraff.

Wallraff: Bitte. Gern.

Mit Herrn Wallraff sprach SLUT-Redakteur Dr. Schmitz-Tiedkenhaus ().
 
     
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